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Heri ya Mwaka Mpya - Frohes Neues´

Autor: Carina | Datum: 01 Januar 2012, 22:19 | Kommentare deaktiviert

 

 

 
 
 Ich wünsche euch einen guten Start für 2012!!!
 
Eure Carina

 

 

Ein Rückblick auf Weihnachten

Autor: Carina | Datum: 30 Dezember 2011, 10:11 | Kommentare deaktiviert

 Träumerei am Gabentisch
 
Sonnenschein, durchgehend warme Temperaturen, weder Weihnachtsmusik noch -beleuchtung drangen zu mir durch.
Für mich kaum vorstellbar: Bald ist Weihnachten.
 
In Deutschland fing meine Familie an hektisch Geschenke einzukaufen, Familienabende zu planen und sich Gedanken über das Weihnachtsessen zu machen. Für mich bedeutete das, mein erstes stressfreies Weihnachten ohne meine Familie.
 
Weihnachtspost hatte ich vorsorglich im November verschickt, mit dem Ergebnis, dass ich Rückmeldungen über meine lieben Worte bekam, die ich schon längst wieder vergessen hatte.
 
Meine größte Sorge war, Weihnachten allein zu sein. Dem kam ich zuvor und fragte Siri (Mitarbeiterin der Uni), ob ich am 1. Weihnachtstag zu ihr nach Hause kommen darf. "Hakuna shida" - Kein Problem.
 
Kurz vor Weihnachten starteten Jonas und ich eine Backsession die Vormittags begann und Abends endete.

Zum Glück hatten wir durchgehend Strom, sodass wir die Backöfen nutzen konnten. Hier zu Backen ist etwas anderes als Zuhause, aber es funktioniert. Obwohl wir keine Küchengeräte hatten und auch nicht alle Zutaten vorhanden waren, schmeckten die Plätzchen sehr gut. So mussten wir Eiweiß per Hand mit Milchschäumern zu Eischnee schlagen, feststellen dass die Magarine gesalzen war und sämtliche Zutaten durch mehr oder weniger vergleichbare Lebensmittel ersetzen. Es hat zwar alles länger gedauert, aber am Ende des Tages waren wir sehr zufrieden mit unseren Plätzchen.
 
Das Weihnachten immer näher rückte, merkte ich an den Paketen und der Weihnachtspost, die mich aus Deutschland erreichte. Es war ein schönes Gefühl zu wissen, dass viele Menschen aus der Heimat, trotz der Distanz, an mich dachten .

Aus Deutschland bekam ich sogar einen selbstgebastelten Adventskalender!

Heiligabend verbrachte ich Zuhause mit Astrid (Studentin aus Deutschland) bei einem gemütlichen Kochabend, der Maria Carey Christmas Edition und zahlreichen Kerzen. Die Universität war inzwischen wie ausgestorben, da alle Studenten über Weihnachten zu ihren Familien gefahren sind.
 
An diesem Abend war ich alles andere als allein, über Skype, Handy und per Mail erreichten mich liebe Weihnachtsgrüße. Sogar eine Audiodatei mit einem selbstgesungenen Weihnachtsständchen war dabei-sehr kreativ!!!
 
Momentaufnahme: Skypen an Heiligabend mit meiner Familie
 
 
Meinen ersten Weichnachtstag verbrachte ich morgens in der Kirche. Am Vortag haben wir (hauptsächlich Kinder und ich) gemeinsam die zwei Weihnachtsbäume und die Fenster geschmückt. Als wir fertig waren erinnerte mich die Dekoration eher an eine Geburtstagsparty, aber seht selbst:
 
Der Mzungu (Weiße) aus der zweiten Reihe müsste euch bekannt vorkommen!
 
Den ganzen Nachmittag verbrachte ich bei Siri, ihrem Ehemann Joseph und ihrem gemeinsamen Sohn Alfred. Es war so schön, ich habe mich sehr wohl gefühlt. Siri hatte viele leckere Speisen gekocht und Sodas besorgt. Nach dem Essen überreichten sie mir eine Weihnachtskarte, ich war wirklich gerührt. Ich hatte auch ein paar Geschenke mitgebracht und das Schöne ist, man macht die Menschen mit wirklich kleinen Dingen sehr glücklich. Am späten Nachmittag verabschiedete ich mich und wurde noch von der gesamten Familie ein Stück begleitet. Sie ließen es sich auch nicht nehmen mir Essen für den nächsten Tag mitzugeben und unterwegs noch Früchte für mich zu kaufen. Ich kam mit einer vollen Tasche und ich ging mit einer noch volleren! Joseph und Alfred begleiteten mich sogar bis vor die Haustür.
(Ein Fußweg von einer halben Stunde!)
 
Zuhause angekommen, kurz frisch gemacht und neue Geschenke eingepackt, ging es auch direkt weiter zur nächsten Familie. Der Pfarrer Ferhando und seine Frau hatten mich zu sich nach Hause eingeladen. Die Freude über mein Erscheinen, löste ein heimisches Gefühl bei mir aus. Ich nahm Platz in einer gemütlichen Runde von Erwachsenen und Kindern. Zu meinem Erstaunen wurde eine tanzanische DVD à la "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" eingeworfen. Es war ein amüsanter Abend und auch hier wurde ich bis zur Uni von der Familie begleitet.
 
Die Gastfreundschaftlichkeit tansanischer Familien hat mir zu denken gegeben, im positiven Sinn.
 
Am zweiten Weihnachtstag nahm Jonas mich mit zum UNO spielen in eine tanzanische Familie, die in Irente wohnt. Ich habe haushoch mit 956 Punkten verloren und war auch noch das einzige Mädel in der Runde. 
 
Rückblickend kann ich sagen, dass ich zu keinem Zeitpunkt alleine war. Die Weihnachtsstimmung stellte sich eher müßig ein, aber es war noch nie so stressfrei, wie in diesem Jahr. Manchmal ist es auch schön, die Dinge aus der Ferne in der Heimat zu beobachten und sich nicht so viele Gedanken machen zu müssen. Ich habe meine Familie sehr vermisst, aber es war eine unvergessliche Erfahrung für mich.
 
 
Eure Carina
 
 
Ps. Ich war nicht zu faul zum schreiben diesen Monat, ich hatte einfach keine Lust
Thanks to you Richard for spending so much time in your kitchen!
Korfusion ihr seid die Besten
und
meine Familie so wie so! Wink
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 (weiter)

 

Zu Besuch

Autor: Carina | Datum: 28 November 2011, 20:37 | Kommentare deaktiviert

Heute war Dr. Jochen Motte von der VEM aus Wuppertal in Lushoto und hat die Uni besucht.

Jonas und ich empfingen ihn zusammen mit Anneth Munga, der Direktorin von SekuCo.

Es war ein interessanter Vormittag mit vielen Beiträgen in einer gemütlichen Runde bei einem Mittagsessen.

So schnell wie Herr Motte gekommen war, musste er nach ein paar Stunden schon wieder abreisen.

An diesem Tag schoss ich das letzte Foto mit meiner Kamera. Danach verschwand sie spurlos. Deswegen gibt es vorübergehend keine Bilder mehr-leider.

Ich kann es mir nicht erkären, aber jetzt ist es so wie es ist.

Ein ziemlich lieber Mensch tröstete mich mit den Worten: "Carina, deine Kamera ist nicht verschwunden, die hat jetzt nur Jemand anderes!"

Inzwischen kann ich darüber lachen.

Kwa Heri, Carina

Ps. Hallo Mama und Papa, mein Geburtstagswunsch steht dann schon mal fest, bald ist ja schon Januar! :)

 

Erste Weihnachtspost!

Autor: Carina | Datum: 28 November 2011, 20:18 | Kommentare deaktiviert

Liebe Sabine Schlieske,

dein Umschlag hat mich heute erreicht!

Danke Danke Danke!

Den hebe ich mir für Heiligabend auf.

Carina

 

Avent, Advent ein Lichtlein brennt...

Autor: Carina | Datum: 27 November 2011, 22:57 | Kommentare deaktiviert

In den ersten Advent habe ich zusammen mit Jonas und den Schweden (jetzt wird es auch mal Zeit das ich sie beim Namen nenne!) Matilda N., Ludwig, Linda, Evelina, Antony, Turid, Matilda S., Martina, Emma und Caitlin reingefeiert.

Wir haben den ganzen Abend Kartoffeln geschält und mit einer XXS Ausgabe von Reibe alles zerkleinert um "deutsche" Reibekuchen zu braten. Nach dem alle satt und zufrieden waren, hatten wir zum Nachtisch vier verschiedene Kuchen gebacken.

Es war ein Festmahl!

Am nächsten Morgen habe ich genauestens beobachtet wie ein Gemeindemitglied die erste Kerze am Adventskranz in der Kirche angezündet hat und mir ist klar geworden: "Carina, das wird dein erstes Weihnachten ohne Familie". Der Kranz ist schlicht, lediglich mit Tannengrün geschmückt und hängt vorm Altar unter dem Dachgiebel.

Abends habe ich zusammen mit meinem tanzanischen Freund Hezron Kochbananen mit Kartoffeln gekocht. Ich hatte ihm auch eine Adventskerze mitgebracht und ihm erklärt was es damit auf sich hat. Er kannte den Brauch mit dem Kerzen anzünden vorher nicht- findet ihn aber sehr schön.

Die Weihnachtsstimmung kommt bei mir in den Unsambara Bergen nur spärlich durch und ich frage mich:

Was habt ihr am ersten Advent gemacht?

Eine besinnliche Vor-Weihnachtszeit wünscht euch Carina

Ps: Mama du wärst stolz auf unsere Reibekuchen gewesen ;)

 

 

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