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Autor: Carina | Datum: 12 März 2012, 15:52 | Kommentare deaktiviert

Endlich bekam ich meinen ersten Besuch aus Deutschland und ich konnte es kaum erwarten meinen Partner nach sechs Monaten wieder zu sehen.

Ich hatte mir fest vorgenommen ihn direkt am Flughafen abzuholen und ihn zu empfangen. Wäre da nicht die Müdigkeit gewesen, und so verpasste ich seine Ankunft und er stand plötzlich vor mir.

Das war wieder so typisch für mich.

Wir verbrachten 10 Tage auf Sansibar, unter dem sich jeder Mensch ein Paradies vorstellt. Die Strände sind auch unglaublich schön mit den vielen hochgewachsenen Palmen, der weiße Sand und das türkisfarbene Meer im Hintergrund dazu.

Aber wer ein paar Tage länger bleibt, wird auch merken, dass Sansibar kein Abwasser- und Kanalisationssystem besitzt. 

Der Müll der Touristen wird am Strand vergraben.

In Stonetown konnte ich den Verfall der Häuser sehen und die große Verschmutzung in den Straßen.

Wer wirklich Stille genießen möchte, ist am falschen Ort, und obwohl ich mich daran schon gewöhnt habe, sind auch mir gelegentlich die Nerven durch gegangen, sodass ich mich ins Bungalow zurück ziehen musste.

Warum?

KINDER!!!!

In Scharen standen sie täglich am Zaun vor den Hängematten, in denen wir lagen. "Mzungo, Mzungo, gib mir Geld, gib mir einen Stift, gib mir einen Ball." 

Ich liebe Kinder, aber dass kommt davon, wenn Touristen den Kindern etwas geben.

Bis zum Schluss bin ich eisern mit ihnen gewesen.

Sansibar ist sehr muslimisch geprägt und die Frauen sind in ihre farbenprächtigen Kleider und Tücher verhüllt. Am Strand ist es ähnlich, sodass ich ziemlich zügig im Bikini ins Wasser marschierte und von Max mit einem Handtuch empfangen wurde.

Max und ich hatten trotz Krankheit und einigen Streitigkeiten eine schöne gemeinsame Zeit und der Abschied fiel mir besonders schwer.

In den letzten zwei Wochen habe ich die Ereignisse des letzten Monats verarbeitet, aber lest selbst, was ich noch alles erleben durfte.

Zu Beginn warnte uns ein Angestellter der Anlage: "Gehen sie besser nur links an den Strand, auf der rechten Seite ist es nicht so schön." Erst verstand ich nicht, aber irgendwann sah ich die Spuren der nächtlichen Geschäfte im Sand.

Ich habe für mich beschlossen, Sansibar nicht so schnell wieder zu besuchen, weil ich als Tourist viel mehr Schaden anrichte, als dass ich der Insel gut tue.

Ich habe euch ein paar Bilder zusammen gesucht, schaut doch mal rein!

Carina

Ps. Fotos!

 

Tschüß!

Autor: Carina | Datum: 09 Februar 2012, 19:03 | Kommentare deaktiviert

Ich verabschiede mich für die nächsten Wochen, lasst es euch gut gehen! Ich werde meinen ersten Besuch aus Deutschland empfangen und danach zum Zwischenseminar (unglaublich die Hälfte ist fast um!!!) nach Nairobi reisen. Kwa heri und Tschüß,

Carina

 

Let´s talk about money!

Autor: Carina | Datum: 05 Februar 2012, 20:14 | Kommentare deaktiviert

Heute hat ein Chor Treffen nach dem Gottesdienst statt gefunden. Da unser altes Mischpult gestohlen wurde, wird bald ein neues für umgerechnet ungefähr 450,00 € angeschafft. Die Kosten tragen alle Chormitglieder. Es ist für alle völlig normal darüber zu plaudern, wer wie viel Geld gibt. Irgendwann wurde mein Name aufgerufen, und ich druckste herum: "Wisst ihr, ich finde, dass es nicht nötig ist darüber zu sprechen. Ich werde euch einen Umschlag geben." Damit war die Sache für mich erledigt. Glück gehabt, ich bin eben ein MZUNGO!

Bis bald, Carina

 

Heute kommt auf den Tisch....

Autor: Carina | Datum: 02 Februar 2012, 19:57 | Kommentare deaktiviert

...frischer Rindermagen und andere undefinierbare Innereien!

Meine Freundin Anna hat gekocht und wollte dass ich unbedingt probiere.

Ich hatte (glücklicherweise) schon gegessen und bekam nur eine kleine Portion.

Der Magen entsprach überhaupt nicht meinem Geschmack und wurde in einem Zug hinunter geschlungen.

Ich hoffe, dass ich nicht noch mal bei ihr aufkreuze, wenn sie gerade Innereien kocht!!!

Bon apetit!

Eure Carina

 

Eine angenehme Begegnung

Autor: Carina | Datum: 22 Januar 2012, 19:44 | Kommentare deaktiviert

 

Neulich lief ich zu Fuß über den "Shortcut" nach Lushoto und traf einen älteren Herrn, der es sich nicht nehmen ließ, mich bis zur Stadt zu begleiten.

Sein Name ist Richard Aloyce und wir unterhielten uns den ganzen Weg über seine Familie, meinen Auffenthalt und über Tansania.

Ich verriet ihm, dass ich Sonntags in der Kirche im Jugendchor singe.

Am nächsten Sonntag kam ein Mann auf mich zu und freute sich riesig mich zu sehen. Ich konnte ihn erst gar nicht einordnen, aber es war Richard. Er war den ganzen weiten Weg von seinem Dorf nach Magamba gelaufen.

Nach der Kirche unterhielten wir uns noch lange und er zeigte mir stolz seine Münzsammlung aus Kolonialzeiten.

Alle Münzen trugen die Prägung: Deutsch-Ost-Afrika

Ich war beeindruckt.

Anschließend gab er mir noch einen Zettel mit handschriftlich geschriebenen Vokabeln auf Kisamba.

Er möchte mir unbedingt die Sprache der Einheimischen beibringen.

Ich habe mir fest vorgenommen ihn bald zu besuchen.

Kwa heri, Carina

 

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