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Zahnarztbesuch in Lushoto

Autor: Carina | Datum: 13 März 2012, 19:46 | Kommentare deaktiviert

 

"Gott bitte schenk mir Vertrauen, die werden das schon gut machen, die können das"

Mit diesen Gedanken in meinem Kopf harrte ich im Wartezimmer aus. Auf der Fensterbank lächelten mich die vier Teletubbies an, wenigstens die hatten gute Laune.

Zu meinem Erstaunen wird die Zahnarztpraxis in Lushoto nur von Nonnen geführt.

Das kann ja dann nur gut werden!

Als ich an der Reihe war, zog ich es vor, mein Problem dann doch auf Englisch zu schildern. Ich betrat das Behandlungszimmer und war überrascht, als ich den bekannten, leicht abgewetzten Praxisstuhl vorfand. 

Als ich den Schlauch in den Mund bekam, kreisten meine Gedanken, "Wer hatte den zuletzt im Mund, ist der auch desinfiziert?" Die Nonne arbeitete allein, sodass ich den Schlauch hielt, während sie die fehlende Füllung im Zahn ersetzte. Zwei Stunden dauerte die Prozedur.

Als ich fertig war betrat ich den Nebenraum um zu bezahlen. In diesem Raum stand ein  Behandlungsstuhl à la Frankenstein, vor dem man sich wirklich nur fürchten konnte.

Die Nonne wünschte mir alles Gute und ich war erlöst!

Carina

 

 

 

Mit der Vierer-Kombo auf Safari

Autor: Carina | Datum: 13 März 2012, 19:11 | Kommentare deaktiviert

 

Nach dem Zwischenseminar entschlossen wir, Charlotte, Jonas, Nadine und ich auf dem Rückweg eine Safari zu machen.

Wir entschieden uns für drei Parks: Lake Manyara National Park, Ngorongoron Crater und den Tarangire National Park.

Wir hatten unglaubliches Glück, sodass wir die große Artenvielfalt Tansanias bestaunen konnten.

Jonas hat sogar die "Big Five" gesehen, weil wir Mädels gerade über Filme gequatscht haben, als ein Leopard vorm Auto herlief :)

Im Ngorongoro Crater haben wir eine Jagd beobachten können. Das Büffel Kalb hatte leider keine Chance gegen die zehn hungrigen Löwinnen.

Rüssel an Schwanz  zieht die Karavane weiter. 

Es gibt mehr Fotos in meinen Fotoalben.

Kwa Heri,

Carina

 

 

Zwischenseminar in Nairobi

Autor: Carina | Datum: 13 März 2012, 17:55 | Kommentare deaktiviert

 

 

Nach Verabschiedung von Max und einer einsamen Nacht im Hostel in Dar-es-Saalam, machte ich mich auf den Weg nach Nairobi.

Nachdem ich meinen Pass in einer Wechselstube habe liegen lassen, der Besitzer hinter mir her lief und ihn mir ehrlicherweise aushändigte, ich glückliche Besitzerin eines kenianischen Visums war, saß ich schließlich im Taxi Richtung Treffpunkt mit den anderen Voluntären.

Ich war die letzte im Bund und wurde herzlichst empfangen. Was haben wir uns gefreut, einander wieder zu sehen. 

Ilva, Jonas, Charlotte, Moritz, Nadine und ich waren wieder vereint.

Das Zwischenseminar wurde zusammengelegt mit den Voluntären des Christlichen Dienstes (CD) und den Voluntären der VEM. Das Seminar wurde von Simon Danner (CD) und zwei ehemaligen Voluntärinnen, Heidi Böhm (CD) und Steffi Regehr (CD) geleitet.

Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir unsere Bleibe, die Brackenhurster Tagungszentren.

In Brackenhurst stand jeder Grashalm senkrecht und die Zimmer waren so schön, vom Essen mal ganz abgesehen...

Die nächsten Tage führten wir intensive Gespräche, die bis in die Nacht andauerten. Zum ersten Mal nach sechs Monaten betrieb ich Sport und versuchte mich am Volley Ball spielen. 

Tagsüber reflektierten wir viel über die vergangene Zeit und über die Zukunft. Einen Nachmittag bekamen wir Zeit in diversen aktuellen Zeitungen zu stöbern bei Kaffee und Kuchen.

Mit jedem Voluntär wurde zusätzlich ein Einzelgespräch geführt.

In besonderer Erinnerung werden mir zwei Abende bleiben:

Unser "Festabend", an dem jeder sich einbringen konnte, in Form von Gesang, Tanz, Schauspiel etc.... an dem wirklich alle aktiv teilgenommen haben.

Am letzten Abend haben wir einen Abschiedsgottesdienst gefeiert und das muss ich jetzt einfach mal sagen: Die VEM Voluntäre haben diesen Abend gerockt!

Fazit: Eine tolle Zeit, die ich immer in Erinnerung behalten werde!

Die Mitarbeiter von CD haben ein super Seminar auf die Beine gestellt-vielen Dank!

So Moritz, Charlotte, Jonas, Nadine und Ilva, wann steht unser nächstes Treffen an?


Eure Carina

@ Anika May: sogar die gestaltete Mitte hat uns begleitet ^^

 

 

 

 

 

Bitte halten Sie sich rechts!

Autor: Carina | Datum: 12 März 2012, 15:52 | Kommentare deaktiviert

Endlich bekam ich meinen ersten Besuch aus Deutschland und ich konnte es kaum erwarten meinen Partner nach sechs Monaten wieder zu sehen.

Ich hatte mir fest vorgenommen ihn direkt am Flughafen abzuholen und ihn zu empfangen. Wäre da nicht die Müdigkeit gewesen, und so verpasste ich seine Ankunft und er stand plötzlich vor mir.

Das war wieder so typisch für mich.

Wir verbrachten 10 Tage auf Sansibar, unter dem sich jeder Mensch ein Paradies vorstellt. Die Strände sind auch unglaublich schön mit den vielen hochgewachsenen Palmen, der weiße Sand und das türkisfarbene Meer im Hintergrund dazu.

Aber wer ein paar Tage länger bleibt, wird auch merken, dass Sansibar kein Abwasser- und Kanalisationssystem besitzt. 

Der Müll der Touristen wird am Strand vergraben.

In Stonetown konnte ich den Verfall der Häuser sehen und die große Verschmutzung in den Straßen.

Wer wirklich Stille genießen möchte, ist am falschen Ort, und obwohl ich mich daran schon gewöhnt habe, sind auch mir gelegentlich die Nerven durch gegangen, sodass ich mich ins Bungalow zurück ziehen musste.

Warum?

KINDER!!!!

In Scharen standen sie täglich am Zaun vor den Hängematten, in denen wir lagen. "Mzungo, Mzungo, gib mir Geld, gib mir einen Stift, gib mir einen Ball." 

Ich liebe Kinder, aber dass kommt davon, wenn Touristen den Kindern etwas geben.

Bis zum Schluss bin ich eisern mit ihnen gewesen.

Sansibar ist sehr muslimisch geprägt und die Frauen sind in ihre farbenprächtigen Kleider und Tücher verhüllt. Am Strand ist es ähnlich, sodass ich ziemlich zügig im Bikini ins Wasser marschierte und von Max mit einem Handtuch empfangen wurde.

Max und ich hatten trotz Krankheit und einigen Streitigkeiten eine schöne gemeinsame Zeit und der Abschied fiel mir besonders schwer.

In den letzten zwei Wochen habe ich die Ereignisse des letzten Monats verarbeitet, aber lest selbst, was ich noch alles erleben durfte.

Zu Beginn warnte uns ein Angestellter der Anlage: "Gehen sie besser nur links an den Strand, auf der rechten Seite ist es nicht so schön." Erst verstand ich nicht, aber irgendwann sah ich die Spuren der nächtlichen Geschäfte im Sand.

Ich habe für mich beschlossen, Sansibar nicht so schnell wieder zu besuchen, weil ich als Tourist viel mehr Schaden anrichte, als dass ich der Insel gut tue.

Ich habe euch ein paar Bilder zusammen gesucht, schaut doch mal rein!

Carina

Ps. Fotos!