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"When you are disabled,it is not the end of the life" Mr.Sichelela teaching special needs

Autor: Carina | Datum: 26 Oktober 2011, 19:55 | Kommentare deaktiviert

Direkt im Anschluss an meinen Sprachkurs hat mein Verweilen ein Ende und es heißt arbeiten.

Jeden Morgen laufe ich einen Fußweg von einer Viertelstunde über einen Waldweg zum "Office for Special Needs".

Momentan ist Mr.Sichelela mein Vorgesetzter, ein rüstiger älterer Herr aus Sambia.

Um 9.00 Uhr nimmt er mich mit zu den Vorlesungen der Erst- und Zweitsemester.Natürlich durfte ich mich allen Studenten vorne an der Tafel präsentieren-inzwischen Routine.

Die Vorlesungen sind sehr interessant und bieten mir eine kleine Einführung in meinen neuen Arbeitsbereich.

Ich habe zwar schon mit Menschen mit körperlich und geistigen Behinderungen gearbeitet, aber Studenten mit Sichtbeeinträchtigungen sind Neuland für mich.

Die erste Lektion die ich persönlich lernte:

Man spricht von Menschen mit Sichtbeeinträchtigungen "people with visual impairment" auch im Kiswahili spricht man von "Watu wasiona" zu deutsch "die Menschen, die nicht sehen können".Der Begriff "Blind/Blinder/Blinde" ist negativ belegt.

Bei meiner Vorstellung habe ich das Fettnäpchen auch nicht ausgelassen und von blinden Studenten gesprochen.

In den letzten Tagen habe ich angefangen das Braille System zu lernen (Blindenschrift-Alphabet) und heute konnte ich mit Hilfe des Handy Frame meine ersten Zeilen verfassen.

Das speziell für diese Zwecke konzepierte Papier wird zwischen den Rahmen gelegt und befestigt.

Das System funktioniert in dem man von rechts nach links Punkte in das Brett mit einer Nadel eindrückt, die mich an eine Prickelnadel erinnert.Anschließend öffnet man den Rahmen und kann von links nach rechts wie gewohnt lesen, fühlen und sehen was man fabriziert hat.

Das Alphabet kann ich inzwischen ganz gut, nur die Zusammenführungen wie "ch" "wh" "sh" etc. bereiten mir noch Schwierigkeiten.

Nach den heutigen Vorlesungen habe ich Texte am Computer für Studenten mit Sehbeinträchtigungen vorgelesen und sie gemeinsam mit ihnen bearbeitet.

Es hat gut getan gebraucht zu werden.

Liebe Grüße aus Magamba

Kwa heri!

Carina

@Jaqueline Boy:Vielen Dank nochmal dass du mir das Braille System mit auf den Weg gegeben hast!

 

 

Mkuzu Waterfall

Autor: Carina | Datum: 14 Oktober 2011, 18:59 | Kommentare deaktiviert

 

Heute haben Jonas und ich uns auf den Weg gemacht den Wasserfall des Dorfes Mkuzu zu besichtigen.

3/1/2 Stunden haben wir gebraucht, weil wir unterwegs Affen beobachtet haben und die Natur aus vielen Blickwinkeln mit unseren Kameras aufgenommen haben.

Zwischendurch regnete es und die Steine am Ufer des Flusses, der uns zum Wasserfall führte, waren sehr glitschig-ehe ich es kommen sah, saß ich schon auf meinem Hintern und rutschte den Stein herunter.Ein paar Minuten später sagte Jonas:

"Carina, du bist da ganz dreckig....!?"

"Ja ich weiß,ich habe davorne auf dem Stein gesessen"

"Gesessen?"

"Jonas ich bin gefallen"

Jonas und ich verstehen uns prächtig.

Wiedereinmal ist mir aufgefallen wie abwechslungsreich die Landschaft Tansanias ist und das wir nach ein paar Minuten Fußweg teilweise unberührte Natur vorfinden.

Die letzten Meter bevor wir den Wasserfall erreichten, liefen wir durch dichten Wald, stets wachsam wohin oder worein wir traten.Wobei es eine Kunst ist den Boden und die Landschaft gleichzeitig im Auge zu behalten.Oft stolpere oder falle ich, weil ich nicht aufpasse was vor meinen Füßen liegt.

Der Wasserfall war beeindruckend und größer als sonst aufgrund des vielen Regens der letzten Wochen.Es lohnt sich immer Wasserfälle in der Regenzeit zu besichtigen.

Nach kurzem Verweilen liefen wir strammen Schrittes gen Heimat.

Nach weiteren 2 Stunden Fußmarsch erreichte ich völlig ausgelaugt die Universität-natürlich war der erste Gang in die Cafeteria.

In den Usambara Bergen zu wandern ist unheimlich anstrengend,aber so schön!

Ich habe einige Bilder für euch zusammengestellt.

Bis bald und kwa heri!

Eure Entdeckerin Carina

 

 

"The Wall did not fall,the Wall was knocked down"

Autor: Carina | Datum: 11 Oktober 2011, 23:56 | Kommentare deaktiviert

Mit diesen Worten von Klaus-Peter Brandes wurden wir in seiner Eröffnungsrede begrüßt.

Jonas und ich sind extra nach Dar-es-Saalam gereist um die Einladung in der Residenz des deutschen Botschafters und seiner Frau anlässlich des Tages der Deutschen Einheit wahrzunehmen.

Nach der Ankunft in DAR fuhren wir schnell in das YWCA Hostel,zogen unsere Abendrobe an (ich war extra mit Jonas in Lushoto Lederschuhe kaufen) und trafen uns mit Stephanie Franz im Lutherhouse.

Stephanie Franz ist VEM-Coworker und lebt in Dar-es-Saalam. Durch ein Missverständnis bezüglich der Uhrzeit der Einladung, fuhren wir mit einer halben Stunde  Verspätung los und landeten prompt in einem der berüchtigten Staus der Stadt.

Für einen Moment dachte ich, dass wir den Anlass unserer Reise verpassen würden.

Mit einer Verspätung von einer Stunde trafen wir an der Residenz des Botschafters ein.Am Empfang erhielten wir eine Anstecknadel mit einer Deutsch-Tansanischen Flagge  -kontrolliert wurde nicht.

Jonas und ich stellten uns Herrn Brandes und seiner Frau vor und sie hörten geduldig zu wer wir waren,aus welcher Region Tansanias wir anreisten und warum wir in diesem Land sind. Schließlich bedankten wir uns für die Einladung und mischten uns unter die Gäste.Auf mich haben Beide einen sehr sympathischen Eindruck gemacht.

Kurz nach unserer Ankunft begann das Abendprogramm

-perfektes Timing!

Wir sangen beide Nationalhymmnen und ich bin sehr stolz, dass ich inzwischen auch die tansanische Hymmne mitsingen kann.

Auf der Bühne standen Herr Brandes mit Gemahlin und Mustapha Hadji Mkulo (Minister for Finance and Economic Affairs).

Sowohl Herr Brandes als auch Herr Mkulo betonten das freundschaftliche Verhältnis zwischen Deutschland und Tansania.

Buffet eröffnet!

An das Essen werde ich noch so manches Mal zurückdenken.Es wurden überwiegend deutsche Gerichte serviert mit originalgetreuen Gewürzen.

Getränke und Essen wurden von einigen deutschen Firmen gesponsert (von wegen Steuerzahler)

Der Abend verflog viel zu schnell und ehe ich mich versah befanden wir uns wieder auf unserem Zimmer im YWCA Hostel.

Es war ein einmaliges Erlebnis,an das Jonas und ich uns gerne zurück erinnern.

 

Eure Carina

-Fotos zu diesem Abend findet ihr auf der Seite von Jonas Peter-

 

 

Debuet im Gottesdienst

Autor: Carina | Datum: 09 Oktober 2011, 11:08 | Kommentare deaktiviert

Heute Morgen in aller Frueh´ sang und tanzte ich zum ersten Mal in der Kirche.

Um ehrlich zu sein, ich war so unvorbereitet wie noch nie, obwohl ich an den letzten drei Proben teilgenommen hatte.

Zu jedem Lied wird getanzt und zwar in einem Rhythmus, der fuer mich schwierig ist durchzuhalten waehrend des Singens.

Die ersten zwei Lieder konnte ich einigermassen mitsingen, da ich mir gestern die Texte auf ein Blatt Papier notiert hatte.

Waehrend des Auftritts wird natuerlich ohne Zettel gesungen. (Wink @Gospelchor Korfusion Dortmund Wink)

Kopien und Noten?Gibt es einfach nicht, alle Mitglieder koennen die Lieder auswendig und wenn Zettel in den Proben ausgeteilt werden, steht nur der Text handschriftlich schwarz auf weiss,wobei ich diese auch nicht behalten darf.

Ich bin zufrieden mit mir, obwohl tanzen,singen und lachen nicht einfach ist, vor allem weil ich die letzten Lieder vollkommen improvisiert habe.

Hoffentlich bin ich nicht all zu sehr aufgefallen,aber geht das ueberhaupt wenn ich die einzige Weisse bin?

Kwa heri und einen schoenen Sonntag!

Eure Carina

 

NERIA

Autor: Carina | Datum: 08 Oktober 2011, 21:59 | Kommentare deaktiviert

Gestern hat mir ein Mitarbeiter der Uni von dem Film NERIA erzählt und mir den Filmtitel vorgespielt.
 
Hier ist der Link:
 
Oliver Mtukudzi - NERIA
 
http://www.youtube.com/watch?v=JUpHmmaiJJw
 
Und ein paar Infos zum Film, die ich im Internet gefunden habe:
 
Perhaps one of Africa’s most widely known films, Neria portrays the problems African women face when widowed.  Through shared effort and resourcefulness, Neria and her husband Patrick are creating a lifestyle for their family that they had always dreamed of. But when Patrick is tragically killed in an accident, Neria’s life quickly turns into a nightmare.
 
Viel Spass beim Hoeren!
 
Eure Carina


 

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